Zum Nachschlagen

1975 gab das Bundesministerium für Gesundheit und Umweltschutz einen Ärzte-Sprachführer in Deutsch-Serbokroatisch und Deutsch-Türkisch heraus. Das Nachschlagewerk sollte es österreichischen Ärzten ermöglichen, sich mit Patient_innen dieser beiden Sprachgruppen zu verständigen, falls diese ihre Beschwerden nicht präzise genug in deutscher Sprache ausdrücken konnten. Zu dieser Zeit gab es kaum Ärzte, die der serbokroatischen oder türkischen Sprache mächtig waren. In Spitälern wurden manchmal Personen des Reinigungs- oder Pflegedienstes für Übersetzungstätigkeiten herangezogen, denn in diesen Berufgruppen befanden sich viele Migrant_innen mit den entsprechenden Sprachkenntnissen.