Kampf um Ersparnisse

Fast gleichzeitig mit den ersten Migrant_innen aus Jugoslawien siedelten sich auch die jugoslawischen Banken in Österreich an. In Wien konkurrierten im Jahr 1983 Beogradska banka, Jugobanka Beograd, Ljubljanska banka, Zagrebačka banka, Privredna banka Sarajevo, Stopanska banka und Adria Bank um die Ersparnisse von Migrant_innen. Die Angestellten von Banken handelten proaktiv, sie warteten nicht, bis die Menschen zu ihnen kamen, sondern gingen anfänglich in die Unterbringungsheime und später auch in die privaten Wohnungen, um dort potentielle Sparer_innen anzuwerben. Dieser Filmbetrachter gehörte zum Bestand der Beogradska banka in Wien und datiert vermutlich aus den 1970er Jahren. Damit ging der damalige Bankdirektor der Filiale in Wien, Momčilo Mirković, zu den Menschen und zeigte ihnen Werbefilme, um sie zu überzeugen, Devisensparbücher zu eröffnen. Ein überliefertes Foto (Fotograf: J. Ritopečki) zeigt Mirković in Aktion, allerdings ist er auf diesem mit einem anderen Filmprojektor  zu sehen.