Hej Slaveni

Die auf den jugoslawischen Antifaschismus ausgerichtete Geschichtspolitik stellte einen wichtigen Bestandteil der Aktivitäten der jugoslawischen Arbeitervereine in Österreich dar. Die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg bildete dabei ein zentrales Element. Dieser wurde auf dem Territorium Jugoslawiens als ein blutiger und opferreicher Volksbefreiungskrieg geführt und diente in weiterer Folge als zentrale Legitimationsquelle für die Macht der Kommunistischen Partei Jugoslawiens. Diese hatte sich von Anfang an konsequent gegen die faschistische Okkupation gestellt. In Erinnerung an den antifaschistischen Kampf bildete das Abspielen der jugoslawischen Nationalhymne „Hej Slawen“ auch einen wichtigen Bestandteil öffentlicher Veranstaltungen jugoslawischer Arbeiter_innen in Österreich. Dazu zählten etwa die Arbeitersportspiele, die seit dem Jahr 1980 jährlich stattfanden und bei denen bis zu 1000 Sportler_innen und mehrere tausend Zuschauer_innen teilnahmen. Eine Schallplatte aus dem Besitz des Dachverbandes der Serbischen Vereine in Wien dient als Tonträger der Hymne und erinnert heute noch an dieses Ritual. Die Hymne wurde vom Ensemble Doma JNA Beograd aufgenommen und von Jugoton vertrieben.