Geschichte in Arbeit

Unter dem Titel Geschichte in Arbeit/Tarih Inşada/Istorija u nastajanju gestaltete das Projektteam von Migration Sammeln eine temporäre Ausstellung, die am 4.12.2015 im Wien Museum zu sehen war. Die fünf Vitrinen waren nach fünf thematischen Gesichtspunkten geordnet: Objekt und Geschichte, Zuschreibung und Kritik, Subjekt und Regulierung, Netzwerk und historische Spur sowie Repräsentation und Selbsthistorisierung.  Der Inhalt der Vitrinen stellt eine Auswahl bisheriger Recherchen dar. Darüber hinaus thematisierte die Ausstellung aber auch erste Erkenntnisse aus dem Sammelprozess. Dazu zählt etwa die Frage, was denn alles ein Objekt der Migration sein kann. Denn das ist auf den ersten Blick häufig nicht eindeutig, sondern wird in vielen Fällen erst durch die mit dem Objekt verknüpften Geschichten und Erinnerungen offenbar. Damit in Verbindung war es uns wichtig, in der Ausstellung auch Augenmerk auf zunächst vielleicht unscheinbar wirkende Objekte zu legen, die bei näherer Betrachtung eine Fülle an Geschichten der Migration erzählen können. Die Ausstellung thematisierte ferner den fremden Blick der Mehrheitsgesellschaft auf Arbeitsmigrant_innen aber auch den eigenen Blick, sprich die Bedeutung der Selbstrepräsentation. Schließlich war es uns auch wichtig, Augenmerk auf die strukturelle Ebene der Migrationsgeschichte zu legen, jene der Regulierung der Migration mittels Gesetzen und Verordnungen. Diese hatten und haben einen entscheidenden Einfluss auf die Lebensrealitäten von Migrant_innen in Österreich. Zudem spiegelt sich Migrationsgeschichte häufig in Papieren wider.

 

Das grafische Display für die Vitrinen wurde von Beatrix Bakondy und Christian Knechtl entworfen.

Fotos Ausstellungsansichten: © Wien Museum, Fotograf Didi Sattmann

Fotos Ausstellungseröffnung: Initiative Minderheiten, Sabine Schwaighofer

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