Über das Projekt

Migrationsgeschichten erzählen

Österreich blickt mittlerweile auf eine mehr als 50-jährige Geschichte der Arbeitsmigration aus Jugoslawien und der Türkei zurück. Diese Geschichte war für die Entwicklung des Landes und der Stadt Wien von besonderer Bedeutung. Die MA 17, Abteilung Integration und Diversität, hat daher in Kooperation mit dem Wien Museum das Projekt »Migration sammeln« in Auftrag gegeben.
 
Mit der Durchführung des Sammelprojekts wurde die Initiative Minderheiten Wien, das Forschungszentrum für historische Minderheiten und der Arbeitskreis Archiv der Migration beauftragt. Das Projekt startete im Februar 2015 und wird für die Dauer von eineinhalb Jahren von dem Projektteam bestehend aus Arif Akkılıç, Vida Bakondy, Ljubomir Bratić und Regina Wonisch getragen.
 
Ziel des Pilotprojekt ist es, die bestehenden Sammlungen des Wien Museums zur Geschichte der Arbeitsmigration aus Jugoslawien und der Türkei um museumsrelevante Objekte und Bilder zu erweitern. Denn die Bewahrung von Erinnerungsstücken und Lebenszeugnissen von Migrant_innen, insbesondere jener der ersten Generation, ist für die Vermittlung der Migrationsgeschichte der Stadt Wien von zentraler Bedeutung.
 
Eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen des Projekts ist die intensive Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Communities, Vereinen, Medien und städtischen Einrichtungen, um diese Migrationsgeschichte in ihrer Vielfalt zu erfassen und zu dokumentieren.