Aktuell

  • Beogradska Banka sponsert Dress

    Fußballdress aus dem Besitz von Radiša Pajkić (auf dem Foto in der Mitte), der 1976 erstmals bei der Mannschaft des Sportklubs SK Beograd in Wien mitspielte. Radiša Pajkić kam 1969 nach Wien und lebt mittlerweile wieder in Serbien. Wie die Vorderseite des Dresses zeigt, wurde der Fußballverein von der Beogradska Banka gesponsert. Um ihre Kunden im Ausland zu erreichen, traten jugoslawische Banken häufig als Sponsoren bei verschiedenen jugoslawischen Sport- und Musikveranstaltungen in Österreich auf und verteilten in den jugoslawischen Vereinen auch diverse Werbeutensilien...Read more

  • Erinnerungen an eine Migration
  • Selbstrepräsentationen

    Vier Schwarzweiß-Aufnahmen von einem jungen Mann, aufgenommen in einem der Fotoautomaten auf Wiens Straßen des Jahres 1971. Die Bilder zeugen vom Vergnügen sich vor der Kamera zu inszenieren, lässig und cool mit einer Zigarette zwischen den Lippen. Es sind fotografische Dokumente, in denen sich Ausdrucksformen der Jugendbewegung der 1970er Jahre widerspiegeln. Der junge Mann auf dem Foto ist Zdravko Spajić, der zum Zeitpunkt der Aufnahme 20 Jahre alt ist und seit einem Jahr in Wien lebt und bei der Firma „Alemania“ (Semperit) im 23. Bezirk zunächst als Lagerarbeiter beschäftigt ist. Ein...Read more

  • Hej Slaveni

    Die auf den jugoslawischen Antifaschismus ausgerichtete Geschichtspolitik stellte einen wichtigen Bestandteil der Aktivitäten der jugoslawischen Arbeitervereine in Österreich dar. Die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg bildete dabei ein zentrales Element. Dieser wurde auf dem Territorium Jugoslawiens als ein blutiger und opferreicher Volksbefreiungskrieg geführt und diente in weiterer Folge als zentrale Legitimationsquelle für die Macht der Kommunistischen Partei Jugoslawiens. Diese hatte sich von Anfang an konsequent gegen die faschistische Okkupation gestellt. In Erinnerung an den...Read more

  • Parkordnung

    Mitte der 1990er Jahre stellte der Wiener Integrationsfonds ein dreisprachiges Informationsschild (Dt./BKS/Tr.) in diversen Wiener Parks auf. Das Schild besteht aus kurzen Texten (von Goran Novakovic) und Karikaturen (Zeichner: Hakan Gürses), in denen die Parkbesucher_innen in einem paternalistischen Tonfall auf geltende Normen und Verhaltensregeln aufmerksam gemacht werden sollten. Eine zentrale Zielgruppe dieses Informationsschildes waren Migrant_innen, und hier insbesondere migrantische Jugendliche. Mittlerweile wurde die Mehrzahl der Informationsschilder in den Parks abmontiert. Am...Read more

  • Who is who in der jugoslawischen Community

    Die Broschüre Ko je ko u Beču / Who is who in Wien wurde vom Journalisten Marko Popović in den 1990er Jahren herausgegeben. Darin werden Vereine, Institutionen, Firmen, Lokale und Aktivist_innen der jugoslawischen Community kurz vorgestellt. Marko Popović, der selbst auch in der Broschüre vorgestellt wird, kam 1973 nach Wien. Er war Redakteur der Zeitung DANAS (Heute) sowie Chefredakteur der Zeitung GLAS (Stimme) und arbeitete an der Publikation anlässlich des 10-jährigen Bestehens des 1970 gegründeten Vereins "Jedinstvo" mit. Zudem engagierte er sich für die Arbeitersportspiele....Read more

  • S.K. SREM

    In der Jubiläumsbroschüre des serbischen Dachverbandes „40 Jahre serbische Vereine in Wien“ (2010) wird der jugoslawische Klub SREM an 31. Stelle jener 97 jugoslawischen/serbischen Vereine gelistet, die zwischen 1970 und 2010 in Wien gegründet wurden. Der Sportklub SREM wurde bereits in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre in der Kurzgasse im 6. Wiener Gemeindebezirk initiiert. Vasilija Stegić und ihr damaliger Lebensgefährte Savica Stokin zählten zu den Gründungsmitgliedern des Vereins, der auch über eine eigene Tischtennis-, Kegel- und Fußballsektion verfügte. Polaroid Fotos, die Vasilija...Read more

  • Vom ersten Lohn erworben

    Vasilija Stegić kam im Januar 1973 aus Rijeka nach Wien. Sie war technische Zeichnerin von Beruf, fand in Wien aber zunächst bei der Kleiderfabrik Reiling Winfried im 6. Wiener Gemeindebezirk über die Vermittlung einer Bekannten Arbeit, bevor sie im März 1974 bei den Wiener Stadtwerke-Verkehrsbetrieben als technische Zeichnerin zu arbeiten begann. Vom ersten Lohn bei der Kleiderfabrik Reiling kaufte sie sich zwei Email-Kochtöpfe. Einer davon befand sich bis vor kurzem in ihrer Wohnung in Rijeka. Die Beschriftung Siječanj 1973, die Frau Stegić nun nachträglich hinzufügte, verweist auf den...Read more

  • In guter Erinnerung

    Die Textil- und Bekleidungsindustrie zählte zu jenen Wirtschaftsbranchen in Österreich, die einen hohen Grad an weiblichen migrantischen Beschäftigten aufwiesen. Ayten Keskin begann nach ihrer Ankunft in Wien im April 1964 zunächst bei einer Textilfabrik im 23. Wiener Gemeindebezirk zu arbeiten und wechselte später in eine Strumpffabrik, bevor sie bei der Firma Habig im 4. Bezirk in der Hutproduktion tätig wurde. Frau Keskin erinnert sich sehr gerne an ihre Arbeit in der Hutfabrikation. Eine Schere, die sie seit dem ersten Tag bei der Firma Habig bis zu ihrer Pensionierung in Verwendung...Read more

  • Migration Sammeln: Tagebuch eines Gastarbeiters

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